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wadim
Member since Jan 2011
2 posts
Subject: IMS 1 Prüfungsprotokoll
hier ma ne kleine zusammenfassung meiner mündlichen ims prüfung.
was der martius von jedem am anfang wissen will ist ein überblick über alle möglichen leitungsarten(micostrip, koplanar, slot, usw) am besten alle mit deutscher bezeichnung nennen:-) das mag der martius. also nicht ground sondern masse zB ^^. dann wählt er eine leitungsart aus und man muss die feldbilder einzeichnen. das muss in aller genauigkeit ablaufen. also zB wichtig der knick der feldlinien beim übergang von luft ins dielektrikum, geschichtetes dielektrikum und was heißt quasi TEM welle. dann alle abhängigkeiten impedanz, frequenz, geometrische abmessungen. nicht den genauen verlauf aber die tendenz. dann sollte man ungefähr wissen welche impedanzen so ne microstrip maximal und minimal haben kann. was sind da die einschränkungen (herstellbarkeit, abstrahlung...).als kleines 1.0 extra, fragt er wie ein übergang von zB mikrostreifen- auf schlitzleitung ausschauen kann. als nächstes sucht er sich ein weiteres kapitel aus dem skript aus (bei mir koppler) und fragt allgemeine sachen im hinblick auf verständniss (also nicht die ganze herleitungen und formeln). also beim koppler: was ist gleichtakt mode, was ist gegentakt, wie ist die tornummerierung zu verstehen und so weiter. dann is die halbe stunde eh um. tip: beim feldbilder zeichnen alles sehr genau und nicht zuuu schnell machen, dann bleibt auch nicht viel zeit für fragen die man nicht beantworten kann^^
hier noch ein paar berichte meiner kommilitonen:
Also die Leitungen sind extrem wichtig. Präg dir die Felder und die Abhängigkeiten von Z_l und den geometrischen Abmessungen sowie der Frequenz ein. Von mir wollte er dann noch wissen wie man unterschiedliche Leitungstypen koppeln kann (also über die EM_Felder)
Dann wollte er glaube ich noch was über Resonatoren wissen. Aber er frägt eigentlich jeden die Leitungen und dann noch was über ein anderes Thema (Patchantenne, Deembedding etc.) wissen.

also die Prüfung ging bei den meisten hauptsächlich um Leitungen.
-Was kennen sie für Leitungsarten und wie sieht es mit HF-Tauglichkeit aus?
-Feldbilder malen (Koax... und dann eben Microstrip)
-TE-Mode und TEM-Mode
-dimensionierung MSL
-cutoff-frequenzen (also die Kurven und von was die abhängen)

Und dann geht er gerne noch auf das gefertigte Objekt ein... Also vermutlich Tiefpass???
Da will er vor allem die vorgehensweise wissen... also vom allerersten Anfang an... sprich diskrete Bauteile..

Wichtig ist da dass du nicht zu schnell drübergehst der will immer jeden Einzelschritt auch wirklich hören.

also ich hoffe ich konnte helfen
gruß wadim
ethanhund
Member since Oct 2010
31 posts
Nur was ich noch im Kopf habe:

Eine beliebte Frage am Ende der Prüfung war auch zu Kopplungen zwischen 2 Leitungen
Die eine Leitung ist auf der Unterseite der Leiterplatte und die andere ist oben und um 90 Grad gedreht zur ersten.
Wenn jetzt die untere am Ende leerläuft, wo muss sich dann die oben befinden, damit eine gute Kopplung besteht...

Ich glaub das war IMS1...
sialmars
FSI EEI
(Moderator)
Member since Oct 2010
213 posts
Danke für die umfrangreiche Schilderung :-)
wadim
Member since Jan 2011
2 posts
Subject: übergang
hier mal beispielhaft ein übergang von koplanar auf schlitz. statt koplanar kanns natürlich auch eine microstrip sein.

Quelle: K. C. Gupta, R. Garg, I. Bahl, P. Bhartia: Microstrip Lines and Slotlines. Artech House, 1996. ich will hier ja nich den guttenberg raushängen lassen:-).
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This post was edited on 2011-03-17, 08:07 by wadim.
sialmars
FSI EEI
(Moderator)
Member since Oct 2010
213 posts
Zusammenfassung meiner Abfrage:

Leitungsformen (Mikrostreifenleitung, Koplanar (Zwei und Dreiband), Schlitz, und Triplate)
Mikrostreifenleitung: Weite Dicke Höhe --> Wie hängt Z_L, alpha und beta davon ab.
Übergang Mikrostreifenleitung auf Slot: Tipp: Hier sollten am Übergang die H-Feldlinien der beiden Leitungen parallel sein --> Zuführung ähnlich wie das Bild von Wadim, Mittelleiter der Mikrostreifenleitung ist lambda/4 transformierter Leerlauf
Dreibandkoplanarleitung: Wo sollen die Bonddrähte hin? --> Unmittelbar an eine Verzweigung.
Durchkontaktierung: charakterisiert durch Induktivität
Tiefpass: Weg aufzeigen von den konzentrischen Bauelementen zu den leerlaufenden Leitungen, Kuroda Transformation
Formeln und graphische Auswertung von Z_L am Ende einer leerlaufenden und einer kurzgeschlossenen Stichleitung, (tan, cot Funktionen kennen.)
Robert Herre
Member since Oct 2010
91 posts
wow super, danke für die ausführlichen infos! das hilft mir sehr bei meiner prüfungsvorbereitung :-)
Robert Herre
Member since Oct 2010
91 posts
Ok, komm auch grad aus der Prüfung..
Also, ich kann meine Vorredner auf jeden Fall bestätigen: Es ging fast ausschließlich um Leitungen. Welche kennt man, skizzenhaft den Aufbau hinzeichnen etc.
Ausserdem muss man _genau_ wissen, wie die ganzen Größen (Z_l, epsilon, geometrieeigenschaften..) sich zueinander verhalten, also es reicht definitiv nicht, nur die Diagramme aus dem Skript zu kennen. Bei mir wollte er bei der normalen MSL die Impedanz über w/h dargestellt haben (wie sieht die Kurve aus? Wurzel? 1/Wurzel?) - und wie verändert sich die Kurve dann, wenn das epsilon größer wird?
Also alles in allem, sah ich da nicht sehr gut aus leider.. Feldbilder, Dispersion etc. hätte ich ihm alles hinmalen können, aber das hat er kaum gefragt. Stattdessen wollte er bei der Koplanarleitung auf irgendeinen Sonderfall von der Durchkontaktierung raus, ich hab nicht begriffen, was er von mir will.. und im Skript steht dazu auch nichts. Nunja.
Die Frage mit der Kopplung von MSL auf Slotleitung kam auch, konnte ich dank der Skizze weiter oben (Danke nochmal) grundlegend hinzeichnen. Dann wollte er aber wissen, wie das H-Feld am Ende der lambda/4-Leitung links GENAU aussieht, und wie siehts über dem Schnittpunkt aus? Weiterhin muss die MSL auch noch lambda/4 weiter gehen nach senkrecht oben, und dann wollte er wissen, wie dann das E-Feld am Ende aussieht? Und beim Schnittpunkt? Und das H-Feld?
Gut, dann wollte er allgemeine Eigenschaften einer Leitung wissen, und hier hab ichs wohl selber etwas verbockt, weil ich da schon ziemlich nervös war. Es ging um Z_L, alpha und beta.. dann sollte man natürlcih auch wissen, wie der Kapazitätsbelag diese Größen beeinflusst usw. Also echt nicht ohne, finde ich..
Die Zeit war dann schon fast rum, aber er ist noch ganz kurz auf Filter eingegangen. Hier gabs eher wenig Überraschungen, er möchte halt Schritt für Schritt hören, wie man aus so einem Standard-TP mit Richards-Transformation und Kuroda-Transformation eine MSL-Struktur machen kann. Nur, dass er mich auch hier gleich am Anfang erwischt hat, weil er wissen wollte, worin genau der Unterschied zwischen T-Struktur und Pi-Struktur besteht (Tip: Es hat was mit der hochfrequenten Impedanz zu tun..)
Dann war die Zeit auch um.

Also zusammengefasst gabs nicht so viele Überraschungen, aber er verlangt imho schon rel. viel, auch Sachen, die so nicht im Skript stehen und für die man schon sehr gut verstanden haben muss, wie alles zusammenhängt. Ein weiteres Problem war leider, dass ich oft einfach nicht kapiert hab, worauf er denn jetzt raus will.. das ist mir während der Vorlesung auch schon öfter aufgefallen, aber das ist natürlich ein ziemlich subjektiver Erfahrungswert. Vielleicht ist jemand anderes eher auf einer Wellenlänge mit ihm ;-)

Bin im Endeffekt mit 2.0 raus, und das war auch vollkommen in Ordnung. Er schien ein bisschen enttäuscht, weil ich in seinen Augen wohl doch viele wesentliche Sachen nicht gut genug verstanden hab, und es lief ja auch nicht so gut.. also dafür ists auf jeden Fall fair und in Ordnung. Hätte mir selber die gleiche Note gegeben. Und ich muss der Ehrlichkeit halber gestehen, dass ich auch nur zwei Tage gelernt hab, also von daher, was solls. Vielleicht hätte ich nur einen Tag lernen sollen, haha. :-)
NC
Member since Nov 2010
3 posts
Subject: Vorlesung und Prüfung
Den obigen Aussagen kann ich mich nur anschließen.

zum Inhalt Vorlesung: Die Vorlesung behandelt die Grundlagen der Integrierten Schaltungsentwurf beginnend mit der gewöhnlichen Mikrostreifenleitung und deren Verwandten, darauf folgen Informationen über verschiedene Fertigungsprozesse. Anschließend werden verschiedene Grundbausteine wie Resonatoren, Leitungsdiskontinuitäten und Koppler/Mischer durchgesprochen, mit dem Ziel am Ende der Vorlesung einen Tiefpass (jeder bekommt seinen eigenen mitnachHause :)  ) im ADS - Advanced Design Software zu entwerfen und anschließend zu vermessen. Also keine reine Theorie sondern man darf auch mal selber was in die Hand nehmen.

zu den Rahmenbedingungen: Die Vorlesung zählt 5 ECTS und wird nur im WS von Prof. Martius angeboten und kann als Vertiefungsmodul eingebracht werden. Achtung für die Bachelor/Masterleute: Die meisten besuchen im Anschluss die IMS 2 Vorlesung, wo  Verstärker etc. behandelt werden. Diese kann dann als Wahlfach(im Master 15 ECTS), aber nicht als Vertiefungsmodul eingebracht werden. nur so am Rande.

Die Prüfung schafft jeder, wer ne 1 vorm komma haben will, sollte immer gut aufgepasst haben, vor allem die Zusammenhänge (wie oben schon gesagt, Z_L, eps. etc.) die der Prof. in der vorlesung hervorhebt sind wichtig.
na_fets
FSI EEI
(Administrator)
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Member since Aug 2010
768 posts
Komme gerade aus der Prüfung. Letztendlich keine großen Überraschungen, sondern genau die Abfrage wie bei meinen Vorrednern. Die Kopplung zwischen MSL und Schlitzleitung konnte ich dank der vorherigen Beschreibungen auch gut erklären.
Eine neue Frage ist mir noch untergekommen: Sind die Längen beim π/2-Hybrid wirklich gleich lang (λ/4)? Nein, denn andere Impedanz => andere Leiterbreite => anderes ε_(r,eff) => λ_l
http://opentopomap.org
qwl
Member since Oct 2010
39 posts
War bei mir auch ähnlich. Schwerpunkt lag auf Leitungen mit den bereits aufgezählten Fragen und dem Entwurf des TP.
Zwischendurch waren dann noch kurz ein paar Fragen zu Resonatoren. Dabei ist mir aufgefallen, dass es ihm weniger auf irgendwelche Details aus dem Skript ging sondern eher um allgemeine Zusammenhänge und die Skizzen die er zwischendurch an die Tafel schreibt.
Die ADS-Simualtionen sollte man sich vllt. auch nochmal durchlesen. Bei mir wollte er dann zumindest auf irgendeinen Sonderfall der Ankopplung von Resonatoren hinaus den wir doch mal in der VL simmuliert hätten.
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