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Kamu
Member since Nov 2010
29 posts
Subject: Uni-Ranking
Hey Leute,

da ich oft den Uni-Spiegel, Focus oder Ähnliches lese, werde ich immer wieder damit konfrontiert, dass es für berufliche Aussichten sehr wichtig ist, wo man studiert hat.
Und unsere Uni schneidet immer maximal im Mittelmaß ab >.<

Deswegen wollte ich euch mal fragen:
Was haltet ihr davon?
Denkt ihr es ist wichtig, wo man studiert, und denkt ihr, dass wir an unserer Uni eher hinten liegen? :>
Kennt ihr vielleicht bekannte Leute (z.b. Vorstandsvorsitzende von Großkonzernen :D ) die von unserer Uni kommen? (ich kenn leider keinen ^^)

Greetz
na_fets
FSI EEI
(Administrator)
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Member since Aug 2010
768 posts
Quote by Kamu:
Was haltet ihr davon?

Ich halte wenig davon. Es gibt bei uns in meinen Augen sehr gute Möglichkeiten, sich gutes Wissen in der E-Technik aneignen zu können. Sinnvoller für uns selber wäre ein Erlanger Lehrstuhlranking. So manche Lehrstühle sind super, manche sind allerdings auch "komisch". ;-)
http://opentopomap.org
flux (Moderator)
Member since Oct 2010
75 posts
In reply to post #1
Quote by Kamu:
da ich oft den Uni-Spiegel, Focus oder Ähnliches lese, werde ich immer wieder damit konfrontiert, dass es für berufliche Aussichten sehr wichtig ist, wo man studiert hat.
Und unsere Uni schneidet immer maximal im Mittelmaß ab >.<
<... snip ...>
Was haltet ihr davon?

Garnichts ;). Meiner Meinung nach hat so ein Ranking, dass jeweils einfach 1/3 in gut, mittel, schlecht einteilt ohne überhaupt nachvollziehbar zu machen, wie groß die Differenz zwischen gut und schlecht eigentlich ist, kaum eine Aussagekraft. Wenn ich 100 Absolventen mit einem Schnitt <1,5 nehme kann ich diese jeweils auch nochmal der Note nach geordnet in gut, mittel und schlecht einteilen - was aber total der Quatsch wäre, da sie alle super Noten haben.
Was sagt also so ein Erlangen mittelmäßig aus? Dass hier alles eine Katastrophe ist? Dass eine andere "gute" Uni vielleicht bei einer Umfrage um 0,1 besser abgeschnitten hat? Oder gar nichts? ;)

So ein Ranking, dass ja wie der Name schon sagt einfach nur eine Position relativ zu den anderen darstellt (und dabei eigentlich nichts über die wirkliche Qualität der einzelnen aussagt) hat meiner Meinung nach eher das Ziel, Konkurrenz und Zwietracht zwischen den Hochschulen zu sähen (da es immer gute und schlechte "Ränge" gibt), als eine fundierte Aussage zu treffen.

Ein Blick auf wikipedia zeigt da ähnliche Kritikpunkte:
Quote by wikipedia - Hochschulranking:
Am CHE-Ranking wird bemängelt, dass es weder den Datensatz selbst veröffentlicht, noch eine detaillierte wissenschaftliche Beschreibung der Methodik. Somit sind die Zahlen nicht nachzuvollziehen und gelten daher als unwissenschaftlich.
Das CHE-Ranking setzt Rankingparameter und Stichproben willkürlich fest. So wird kritisiert, dass die Stichproben häufig zu klein sind um sinnvolle Ergebnisse zu liefern

Der Spiegel veröffentlicht zusammen mit McKinsey und AOL ein Ranking. Es werden weder der Datensatz noch eine detaillierte wissenschaftliche Beschreibung der Methodik veröffentlicht. Somit sind die Zahlen nicht nachzuvollziehen und gelten als wissenschaftlich unkorrekt.

Weil es so schön ist speziell zum CHE (Centrum für Hochschulentwicklung), dass von einer privaten Stiftung gegündet wurde, noch ein paar Hintergrundinformationen:
Quote by wikipedia - Centrum für Hochschulentwicklung:
Kritiker sehen in der Arbeit des CHE das Vorhaben einer neoliberalen Umgestaltung des Hochschulsystems. Das CHE betreibe Lobbyarbeit in Medien, Politik und Gesellschaft, um die Akzeptanz von Studiengebühren und Eliteuniversitäten zu erhöhen. Dabei wird u.a. ein Zusammenhang zwischen der Arbeit des CHE und dem steigenden Einfluss wirtschaftlicher Interessen auf staatliche Bildungseinrichtungen konstatiert, der nicht notwendigerweise im Interesse der Allgemeinheit liege.

Als besonders brisant wird die Nähe des CHE zum Bertelsmann-Konzern gesehen. Da das Centrum wesentlich durch die Bertelsmann Stiftung finanziert wird, die Mehrheitseigentümerin der Bertelsmann AG ist, bezweifeln Kritiker die gesellschaftspolitische Neutralität und Uneigennützigkeit der Einrichtung und gehen davon aus, dass die Politik des CHE maßgeblich von Interessen und Vorstellungen des Medienkonzerns geprägt sei.


Quote by Kamu:
Kennt ihr vielleicht bekannte Leute (z.b. Vorstandsvorsitzende von Großkonzernen :D ) die von unserer Uni kommen? (ich kenn leider keinen ^^)

Was sagt das den über die Qualität der Uni oder der Lehre aus? ;-) Hier schließe ich mich voll und ganz na_fets an, dass man hier in Erlangen schon gute Möglichkeiten zum Studieren und Wissen aneignen bekommt. Vor allem im späteren Studienverlauf wenn man etwas Einblicke in die Lehrstühle gewinnt, z.B. durch HiWi-Jobs oder beim Schreiben der Bachelorarbeit, sieht man dann auch, dass hier ganz ausgezeichnete Leute arbeiten, die hervorragende Arbeit leisten. Dies bleibt einem in den Grundlagenvorlesungen gerne noch etwas verborgen.
This post was edited on 2011-04-23, 20:34 by flux.
Diseq
Member since Oct 2010
25 posts
Das ist doch alles Quatsch, ich hab die Evaluation auch mitgemacht und war von den Fragen sehr irritiert. Ein Großteil drehte sich um die Forschung am Standort, zu der man aber im (3.?) Semester herzlich wenig berichten kann. Letztendlich wird einem das Wissen an der Uni ja nur präsentiert, was man daraus macht hängt ganz allein von einem selbst ab. Außerdem habe ich sehr gut evaluiert, auch meine Kommilitonen waren zum Großteil zufrieden und dennoch war auch in diesem Jahr das Ergebnis nur mittelmaß.

Etwas ähnliches habe ich auch von einem Freund erfahren, der studiert Technomathe und hat mir erzählt dass ein Prof in einer Vorlesung in der alle Mathematiker des Jahrgangs sitzen eine Stichprobe durchgeführt hat wie viel Studenten denn tatsächlich evaluiert hätten. Daraufhin haben sich gerade mal ein paar gemeldet, wobei es keine "Outing" Situation gewesen sein soll. Laut CHE sei die Rücklaufquote aber um ein vielfaches höher gewesen, worauf die Erkenntnis folgte dass sie ihre Statistiken einfach frisieren um bei minimalst Stichproben glaubwürdig zu wirken.
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