Not logged in. · Lost password · Register

Forum Studium & Uni Hochschulpolitik RSS
Die Prüfungszeiträume zu Beginn und vorallem am Ende der Vorlesungsfreienzeit sollten geändert werden
Page:  1  2  next 
masterxxx
Member since Sep 2011
10 posts
Subject: Prüfungstermine an der Techfak
Hallo liebe FSI Mitglieder,
aus meiner Sicht ist vor allem der letzte Prüfungszeitraum äußerst ungünstig gewählt. Zum einen sind die letzten Vorlesungen schon sehr weit zurückliegend und man hat bereits einiges wieder vergessen, zum anderen hat man, wenn man für den letzten Prüfungszeitraum gut  4 Wochen Vorbereitungszeit einplant, maximal 2 Wochen wirkliche "Semesterferien".
(Der erste Prüfungszeitraum ging bis Anfang August. Der zweite Prüfungszeitraum hat am ungefähr am 21.09 begonnen. Zwischen dem Ende des ersten Zeitraums und dem zweiten Zeitraum liegen also 6-7 Wochen, von denen man 4 Wochen Vorbereitungszeit abziehen muss. bleiben gut 2 Wochen für anderes)
Dies ist für mich in dieser Form nicht wirklich hinnehmbar, weshalb ich mich frage, warum man nicht alle Prüfungen zu Beginn der Semesterferien schreiben lässt? Für dieses Semester würde das z.B bedeuten, dass man alle Prüfungen im August schreibt um danach ca. 6 Wochen wirklich frei nutzbare Zeit hat, in der man keine Gedanken an irgendwelche Prüfungen verschwenden muss. Hat die FSI geeignete Möglichkeiten zur Einflussnahme bzw. wäre es möglich, dass die FSI entsprechenden Einfluss nimmt um an dieser Situation etwas zu ändern?
Dass es möglich ist die Prüfungen zu Beginn der vorlesungsfreien Zeit zu schreiben, bzw. am Ende des Semesters, zeigen andere Fakultäten bzw. andere Universitäten. Dann sollte dies doch auch bei uns möglich sein.

Ein weiterer Punkt zum Thema vorlesungsfreie Zeit ist das Schaltungstechnik Praktikum. Diese Praktikum in der vorlesungsfreien Zeit abzuhalten ist für mich einfach nur eine Frechheit, da dadurch noch weniger freie Zeit bleibt und die vorlesungsfreie Zeit nicht dafür gedacht sein sollte, irgendwelche Praktika abzuhalten. Das GET Praktikum könnte hier als Vorbild dienen. (Man stelle sich vor, was mit der vorlesungsfreien Zeit passiert, wenn andere dem Beispiel Schaltungstechnik Praktikum folgen)

Ob Prüfungen schon um 7:30 abgehalten werden müssen (wie z.B. Physik für EEI 2) ist ebenfalls fraglich.


Also kurz Zusammengefasst:
1. Prüfungen am besten kurz nach Beginn der vorlesungsfreien Zeit und über einen Zeitraum von ca 4 Wochen.
2. keine Praktika in der vorlesungsfreien Zeit

Viele Grüße
masterxxx
poll
Poll: Seid ihr mit der aktuellen Prüfungssituation unzufrieden?
(26 votes · 47%) ja
(29 votes · 53%) nein
This poll has no time limit · 55 votes
masterxxx
Member since Sep 2011
10 posts
Könnten diejenigen, die mit der aktuellen Prüfungssituation nicht unzufrieden sind, noch schreiben, ob sie auch mit der vorgeschlagenen Neuregelung leben könnten, oder aus welchem Grund sie diese ablehnen.
Christian
FSI EEI
(Moderator)
Member since Oct 2010
87 posts
Soweit ich weis war es mal so, dass die Prüfungen alle am Anfang waren und danach sozusagen frei war. Da haben sich dann welche dafür eingesetzt, dass es so wird wie es jetzt ist. Aber da können andere sicherlich mehr dazu sagen. Kann mir aber nicht vorstellen, dass es wieder geändert wird.

Mir persönlich ist es so wie es jetzt ist lieber, da man sich einfach viel besser auf die Prüfungen vorbereiten kann und keinen extremen Stress am Ende der Vorlesungszeit hat.

So kann man das alles halt unterm Semester eher locker angehen, und hat da bissl mehr Freizeit. Außerdem ist unterm Semester in der Stadt eh mehr los, also lieber da feiern und dann in der vorlesungsfreien Zeit lernen.
Für die, die ihre Vorlesungen natürlich gewissenhaft vor- und nachbereiten wäre die andere Variante evtl. vorteilhafter, aber das ist glaub die Minderheit.
Zwei komplett freie Wochen im Sommer reichen meiner Meinung nach aber vollkommen aus.

Zum ST-Praktikum: Doch, die vorlesungsfreie Zeit ist dafür gedacht. Sie heißt nicht umsonst so und wird nicht als Semesterferien bezeichnet, da sie nicht für Freizeit sondern eben für Prüfungen, Praktika, Hausarbeiten, usw. gedacht ist. Von daher sollte man sich freuen, wenn man doch ein paar Wochen frei hat.

Wie schon erwähnt, ich kann mir nicht vorstellen dass sich da was ändern lässt. Aber am besten schaust du einfach mal bei der nächsten FSI-Sitzung vorbei.
Max.
LRT, FabLab, ehem. FSI EEI
(Administrator)
Member since Feb 2011
240 posts
Hallo masterxxx,
ich finde es gut, dass du deine Meinung kundtust und nicht einfach schweigst wie es gefühlte 99% der EEI-Studenten leider tun, kann dir allerdings nicht wirklich zustimmen.
Ich finde die jetzige Lösung besser, da es es einfach unmenschlich wäre, wie von dir vorgeschlagen in 4,5 Wochen (August) 6-7 Prüfungen zu schreiben (Pflichtfächer, Wahlfach, evtl. Sprachkurs oder geschobene Prüfungen). In der Regel ersetzt die Kurzzeit-Erinnerung aus der Vorlesung doch nur 10% des Lernaufwands.

Du sagst ja selber, dass man vier Wochen Vorbereitungszeit einplanen darf. Wo finde ich die denn unterm Semester? Gegen Semesterende (viertes Semester) war ich schon ziemlich am Schuften, um für Passive Bauelemente (erster Prüfungsabschnitt) noch rechtzeitig genug zu üben. Ohne die Pause dazwischen wäre EMF unmöglich gewesen.

Wenn man weder nebenbei Arbeiten muss, noch irgendwo groß engagiert ist und keine zusätzlichen Kurs aus Interesse belegt (nur "Dienst nach Vorschrift"), könnte man als "Ganztagsstudium" mit einer 40-Stunden-Arbeitswoche es vielleicht schaffen, gut vorbereitet in die Prüfungen zu gehen. In der Realität würde es wohl zu Bulimie-Lernen ausarten (möglichst viel reinfressen, in der Klausur rauskotzen, nur wenig bleibt langfristig hängen).

Zum Schaltungstechnik Praktikum: Es wäre sicherlich besser, aber vom Umfang kaum möglich. Der große Umfang ist allerdings nötig, da man nur so wirklich mal die Zusammenhänge zwischen den Fachgebieten sieht. Hast du konkrete Vorschläge? 5 Tage 9-18 Uhr sind 45 Stunden, auf 15 Vorlesungswochen verteilt sind es mindestens 3 Zeitstunden pro Woche. Durch ständigen Auf- und Abbau verliert man nochmal 30min pro Termin. Bei zur Zeit 4 oder 5 Gruppen, die jeweils 2 Praktikumsräume belegen, wäre es nahezu unmöglich, genug freie Zeitschlitze im Stundenplan und in der Raumbelegung zu finden. Die Raumbelegung kannst du im Univis nachschauen, ich bin mir unsicher ob es genug Freiräume gibt, da die GET-Praktikumsräume eigentlich gut ausgelastet sind.

Das Prüfungsamt ist in teilweise einem so katastrophalen Zustand, dass man froh sein kann, wenn man sich erfolgreich anmelden kann und noch vor der Prüfung online findet, in welchem Raum man denn schreiben soll. Soweit ich mich erinnere, gab es dazu auch schon mal einen offenen Brief der FSIen an das Prüfungsamt. Physik 2 um 7:30 ist sicherlich asozial, aber ich befürchte, dass das Prüfungsamt wirklich nichts besseres gefunden hat. Mit deiner Lösung wäre das nochmal schlimmer, da man nicht manche Prüfungen noch weiter zur Mitte des Zeitraums hin verschieben kann.

Zum Thema Einflussnahme: Obwohl die Studenten nur einen kleinen Anteil der Vertreter in den einzelnen Kommissionen stellen, habe ich es bisher immer erlebt, dass gut begründete konstruktive Vorschläge auch ernst genommen werden.

Deine Umfrage finde ich ungeschickt formuliert, denn unzufrieden könnte ja auch heißen, dass die Prüfungen noch weiter zeitlich gestreckt werden sollen.
masterxxx
Member since Sep 2011
10 posts
Hallo Max,
die Umfrage ist in der Tat etwas ungünstig formuliert, leider kann man dies anscheinend nachträglich nicht mehr ändern. Primär sollte die Umfrage auch nur dazu dienen einen groben Überblick zu bekommen, wie andere zu dem Thema stehen, seinen genauen Standpunkt kann man dann in einem Post darlegen.

Dass man bei meinem Vorschlag zu Semesterende eine etwas erhöhte Arbeitsbelastung hat, mag durchaus richtig sein. Jedoch schreibst du auch, dass die Vorlesung(szeit) nur einen geringen Teil der Vorbereitungen auf die Klausur ausmacht. Als Ursache hierfür, sehe  ich die große zeitliche Distanz zwischen Vorlesung und Prüfung, denn wer während dem Semester gut mitlernt, kann 3 Monate später nicht mehr wirklich davon profitieren. Dies war damals bei get1 geradezu offensichtlich, als Herr Albach hin und wieder mal nachgehakt hat und  dadurch deutlich wurde, dass während des Semesters kaum gelernt wird und die Vorlesung nur zur Beruhigung des eigenen Gewissens besucht wird.
Finden die ersten Prüfungen, wie in meinem Vorschlag, ca. 2 Wochen nach Vorlesungsende statt, wird zum einen das mitlernen während des Semesters gefördert, zum anderen hat man in den zwei freien Wochen vor den Prüfungen, sowie zwischen den einzelen Prüfungen, noch ausreichend Zeit Defizite auszugleichen.

Wenn die Raumsituation für die Prüfungen wirklich so schlecht ist, dann ist das natürlich ungünstig. Für Erlanger mag eine Prüfung um 7:30 noch in Ordnung sein, jedoch gibt es auch Studenten, die 45 Minuten Fahrzeit mit dem Auto haben und noch genügend Sicherheitspuffer einplanen müssen, falls irgendetwas unvorhergesehenes passiert. Ich weiß nicht wie in einem konkreten Fall mit einer Verspätung umgegangen wird, jedoch wäre es einfach nur blöd wenn eine Prüfung deshalb als nicht bestanden gilt, weil man "selbstverschulded" zu spät gekommen ist (da man nicht um 5 Uhr aufstehen wollte). Das ganze im Extremfall beim Zweitversuch einer gop Prüfung.
Die Ursache für Bulimie-Lernen sehe ich eher in der Art und Weise wie die Prüfungen gestellt werden. Als negativ Beispiele sehe ich hier die Werkstoffkunde Prüfung von Herrn Wellmann, oder das auswendig lernen von Formeln für die Physik Prüfungen von Herrn Ristein. Man wird gezwungen Dinge ausschließlich für diese Prüfung auswendig zu lernen, die man normalerweise nachschlagen würde. Klar, dass man das schnell wieder vergisst und nicht dauerhaft davon profitieren kann.

Bezüglich des Schaltungstechnik Praktikums, bzw. Praktika im Allgemeinen, würde mich Interessieren, ob die Vorlesungsfreie Zeit wirklich dafür gedacht ist, wie Christian sagt?
This post was edited on 2012-10-01, 00:58 by masterxxx.
Robert Herre
Member since Oct 2010
91 posts
Ist sie, die heißt deswegen so (und nicht "Semesterferien") :-)
Ein Anrecht auf Gammeln hast du mit der Immatrikulation nicht, und ein Anrecht auf "humane" Prüfungszeiten schon gar nicht.. Hast du dein Industriepraktikum schon gemacht? Frag mal die (Leih-)Arbeiter in deiner Werkstatt nach ihren üblichen Arbeitszeiten, nicht selten hört man da sowas wie "06:00-17:00 Uhr".. da finde ich es durchaus zumutbar, wenn jemand, der solchen Leuten später mal Arbeitsaufträge erteilen will, einmal im Jahr um 07:30 für ne anderthalbstündige Prüfung antreten muss.
Zum Schaltungstechnikpraktikum: Sei froh, dass du das in einer Woche (mit Vorbereitung eher drei) hinter dir hast. Stress war bei mir enorm, aber dadurch hab ich auch viel gelernt (und wenn du mal als Ing. arbeitest, wird sowas eher die Regel sein, als die Ausnahme).

Versteh mich nicht falsch, ich habe mich in den ersten Semestern auch oft darüber geärgert, dass die Prüfungen quasi über die ganzen Semesterferien verteilt sind (und damit zu deiner eigentlichen Frage). Natürlich nervt es, wenn man im sommer abends um 20:30 angerufen wird, wo man denn bleibe, es säßen hier alle im Biergarten, und dann absagen muss, weil man wie jeden Tag noch in der Bib beim lernen sitzt. Letzte Prüfung dann meistens am letzten Freitag der Semester"ferien", und am letzten Wochenende kann man dann schönen seinen Stundenplan fürs nächste Semester planen..

Ja, das nervt. Ich hab das damals aber auch verantwortlichen vorgetragen, und soweit ich mich jetzt richtig erinnere, schlug mir damals ungefähr dieselbe Meinung wie hier entgegen: Das ist besser so, zum Glück haben wir das geändert, so habt ihr Studenten doch viel mehr Zeit zum lernen. Dazu hat jetzt natürlich jeder seine eigene Meinung (ich persönlich hätte es heute noch lieber so wie du vorschlägst, lieber einmal viel Stress am Anfang der vorlesungsfreien Zeit und dann frei), aber wenn der Großteil der Studenten lieber länger lernen können möchte (und damit wohl bessere Noten erreichen), dann ist das eben so.. Besonders, wenn entsprechend verantwortliche Leute das System so wie es jetzt ist, ganz toll finden, und sich auch dafür eingesetzt haben, dass es so ist wie es ist (möchte da nicht sooo gern Namen nennen, werds aber tun, wenn das jemand genau wissen will).
masterxxx
Member since Sep 2011
10 posts
Hallo Robert,
wenn die Vorlesungsfreie Zeit für Praktika gedacht ist, dann muss ich das wohl so akzeptieren. Industriepraktikum habe ich noch nicht gemacht, ist bei uns auch nicht mehr Pflicht, jedoch möchte ich nach Möglichkeit trotzdem eins machen (was nicht heißt, dass ich nicht nebenbei arbeite). Das mit den Prüfungszeiten war auch nicht mein Hauptanliegen, so viele Prüfungen um diese Uhrzeit gibt es ja zum Glück nicht. Prüfungen ab 10 Uhr würde ich dennoch bevorzugen, wenn das aber aufgrund der Raumsituation nicht vernünftig machbar ist, dann ist es wohl wirklich nötig diese so bald zu schreiben.

Gut zu wissen, dass es anscheinend vor nicht all zu langer Zeit noch anders war und dass man zumindest mit starkem Widerstand rechnen muss, wenn man eine Änderung erreichen möchte.
Mal schauen wie sich die Umfrage und Diskussion weiterentwickelt, denn ich sehe wenig Sinn, gegen eine Mehrheit aus Befürworten des aktuellen Systems "anzukämpfen".
Christian St.
Member since May 2011
212 posts
Also ich finde die bisherige Regelung gut. Es ist stimmt, dass wir einen großen Teil unserer vorlesungsfreien Zeit in die Klausurvorbereitung investieren müssen – was gegenüber einigen anderen Studienfächern unfair ist. In Vorbereitung auf das, was uns später erwartet, brauchen wir aber gründliche Klausurvorbereitung, um anspruchsvolle Klausuren bestehen zu können. Wären alle Prüfungen am Semesterende, müssten sie deutlich leichter sein (da weniger Zeit zum lernen) oder man wäre gegen Ende des Semesters unter so unglaublichem Druck, dass es auf Dauer nicht gesund ist… . Letzteres ist nicht erwünscht, wir wollen ja nicht bei Psychologen ein und aus gehen. Deutlich leichtere Prüfungen führen aber dazu, dass wir schlecht auf unser Berufsleben vorbereitet wären.
masterxxx
Member since Sep 2011
10 posts
Dem zweiten Teil von Christians Beitrag, kann ich leider nicht zustimmen. Die Prüfungen müssten nicht unbedingt leichter werden, denn wie ich es bereits früher dargelegt habe, würde man mehr aus der Vorlesungszeit mit in die Prüfung nehmen können. Ich bin überzeugt, dass bei Prüfungen kurz nach Semesterende viel weniger direkte Vorbereitung vor der Prüfung notwendig ist, als eine halbe Ewigkeit später. Vielleicht geht es dir anders, aber nach 10 Wochen kann ich mich nur noch an grundlegende Dinge aus der Vorlesungszeit erinnern. Man muss sozusagen alles doppelt lernen. Einmal während der Vorlesungszeit, einmal für die Prüfungen.
Außerdem bezweifle ich stark, dass du einen Psychologen nach einem Monate mit "unglaublichem" Druck benötigst, vor allem wenn du danach 6 Wochen frei hast. Sollte der Besuch beim Psychologen dennoch nötig sein, dann wäre dies natürlich bedauerlich. Belastender als den kurzzeitigen Druck sehe ich eher die fehlende Freizeit nach den Prüfungen. Mir geht es leider so, dass ich nach dem ersten Prüfungsblock nicht richtig entspannen kann, da ich immer an die Prüfungen im zweiten Prüfungsblock denken muss und dadurch innerlich nicht wirklich zur Ruhe komme. Ich kann nach dem ersten Prüfungsblock nicht für 2 Wochen komplett abschalten um danach wieder  intensive Prüfungsvorbereitung zu machen.

Bitte nicht falsch verstehen, mit wären andere (eventuell leichtere) Prüfungen auch lieber. Kaum jemand wird nach dem Studium einer Tatigkeit nachgehen, die der, in den Prüfungen bewerteten, auch nur annähend entspricht. Ich glaube aber auch, dass es eine Illusion ist zu glauben, dass man nach dem Studium mit dem dort gelernten gleich voll durchstarten kann. Viel mehr wird doch ein ingenieurmäßiges Denken und eine gewisse Herangehensweise an Probleme erlernt, die später auf diverse Aufgaben übertragbar sind. Jedoch ist die Art und Weise wie die Prüfungen gestellt werden ein eigenes Thema, das hier nicht auch noch diskutiert werden sollte.
This post was edited on 2012-10-01, 22:42 by masterxxx.
masterxxx
Member since Sep 2011
10 posts
In reply to post #8
Quote by Christian St. on 2012-10-01, 19:57:
[...] Wären alle Prüfungen am Semesterende, müssten sie deutlich leichter sein (da weniger Zeit zum lernen) [...]
Kleiner Nachtrag:
Mal ehrlich, die meisten Klausuren werden so und so auf einen festen Schnitt hinkorrigieren.  Jeder schreibt zur gleichen Zeit, hat also die gleichen Bedingungen. Folglich wird sich an den Noten der einzelnen wenig ändern, man hat nur mehr freie Zeit.
Kleiner Rückblick in die Schulzeit, auch wenn der Vergleich etwas hinkt, damals wurden während der "Vorlesungszeit" Klausuren geschrieben. Da hat doch auch niemand rumgejammert, dass die Vorbereitungszeit zu kurz wäre und man sich neben dem regulären Unterricht nicht vorbereiten könne. Andersherum gefragt, meint ihr ernsthaft ihr würdet bei 1 Jahr Vorbereitungszeit bessere Noten erzielen?
Kurz gesagt, lange Vorbereitungszeit -->automatisch schwerere Klausur (bzw. strengere Korrektur/ angepasster Notenschlüssel)!

Mir kommt es fast ein bisschen so vor, als wären manche Studenten, denen die aktuelle Regelung mit langer Vorbereitungszeit so wichtig ist, ein bisschen "Notengeil". Merken dabei aber nicht, dass es zum Schluss nur mehr Arbeit für die gleiche Note bedeutet.
Denkt mal drüber nach!
hawkstobi
FSI EEI
(Administrator)
Member since Oct 2010
318 posts
Man sollte es kaum glauben, aber PRÜFUNGEN an der Uni unterscheiden sich doch grundlegend von SCHULAUFGABEN während der Schulzeit. Kleines Beispiel: In der Schule kannst du den ganzen Tag im Unterricht sitzen, chillen und ein bisschen mit aufpassen und schreibst dann in der Schulaufgabe über den Stoff der letzten 3 Wochen eine gute Note, ohne einen Strich gelernt zu haben. Jetzt kommst du an die Uni und versuchst es mal genauso in GET1. Ich denke, du siehst selber, dass der Vergleich ein bisschen hinkt. Wenn du schon eine Prüfung an der Uni mit der Schule vergleichen willst, dann versuchs mal mit dem Abitur. Und ich denke mal dafür hast du dich genauso wie ich ein paar Wochen intensiv vorbereitet.

Ich bin zwar erst im fünften Semester und auch nicht glücklich über die aktuelle Regelung, aber ich sehe ein, dass das Lernen auf Klausuren mit gleichbleibender Stoffmenge einfach nicht anders machbar ist. Und das Argument, das man viel Stoff aus der Vorlesung in die Prüfung mitnimmt, kann ich nicht gelten lassen. Du hast maximal 10-20% des Vorlesungsstoffs, der dir konkret in der Prüfung weiterhilft, alles andere sind die Theorien, die hinter den abgeprüften Aufgaben stehen und weiterführende Information die nicht klausurrelevant sind. Ohne eine gründliche Vorbereitung (aka wochenlanges Altklausurenrechnen) sind die allermeisten Prüfungen, Werkstoffkunde o.ä. mal ausgenommen, meiner Meinung einfach nicht machbar. Und obwohl ich auch mal gerne wieder Urlaub machen oder einfach abschalten würde, würde ich mir trotzdem auf keinen Fall zumuten wollen, alle Prüfungen des 4. oder 5. Semesters innerhalb von 2 Wochen im ersten Prüfungsblock zu schreiben. Und wie du schon gesagt hast, den Sinn der Art und Weise, in der Prüfugen aktuell gestellt werden, in Frage zu stellen, lassen wir hier mal lieber.
This post was edited on 2012-10-04, 17:42 by hawkstobi.
Weize
Member since Feb 2011
78 posts
das optimum ist meiner meinung nach die regelung wie sie im alten diplom war. die erst prüfung gleich nach dem semster und die mgl zu wiederholung dann am ende der ferien. wir diplomer hatten halt auch noch die möglichkeit jede prüfung 3 mal zu schreiben da wars dann auch net so schlimm wenn mal mal ein oder zwei beim ersten mal verhaut hat. aber so hat man nie prüfungen mit ins nächste semester genommen und die haben sich dann angesammelt weil man es normalerweise beim 2. versuch und gescheitem lernen in den ferien gepackt hat vorallem weil man dann in den ferien nur auf eine oder zwei prüfungen lernen musste da man die anderen schon geschafft hatte.
masterxxx
Member since Sep 2011
10 posts
@Weize
Die alte Regelung beim Diplom, die du beschreibst finde ich fast noch ein bisschen besser. Letztendlich unterscheidet diese sich ja von meinem Vorschlag nur durch die Wiederholungsprüfung am Ende der Semesterferien. Und da muss ich dir zustimmen, es macht wenig Sinn die Wiederholungsprüfung erst ein halbes Jahr später zu schreiben, denn dann kann man beim Vorbereiten wieder bei der Ursuppe anfangen. Damit wäre dann auch den Studenten genüge getan, denen die Vorbereitungszeit eventuell nicht für alle Prüfungen reicht, die können dann ja ohne Probleme am Ende des Semesters nachschreiben. Dadurch wäre für diese kein wirklicher Unterschied zur jetzigen Regelung.

@hawkstobi
Ich habe in meinem Beitrag bereits gesagt, dass der Vergleich etwas hinkt. Jedoch ist auch bei einer Schulaufgabe eine gute Note nicht ganz ohne Vorbereitung zu erreichen. Mein Vorschlag war ja 2 Wochen Pause nach Vorlesungsende, danach auf 4 Wochen verteilt die Prüfungen.(In der Schule hast du gar keine Pause, sondern schreibst während der regulären Unterrichtszeit, also hebt das den geringeren Umfang wieder auf)
Man hat also insgesamt 6 Wochen Vorbereitungszeit für 6 Prüfungen. --> 1 Woche intensive Vorbereitung für jede Klausur + das ganze Wissen aus der Vorlesungszeit, das eben noch nicht vergessen wurde.
Außerdem habe ich geschrieben, dass man mehr aus der VorlesungsZEIT mit in die Prüfung nehmen kann. Und die Vorlesungszeit besteht eben nicht nur aus Vorlesung, sondern auch aus Übungen und Tutorien. Und da kann man doch einiges für die Klausur gebrauchen.
Desweiteren war auch nie davon die Rede alle Prüfungen in 2 Wochen zu schreiben, sondern wie bereits weiter oben gesagt, 2 Wochen Pause nach Vorlesungsende, danach die Prüfungen auf ca. 4 Wochen verteilt.
BaK91
Member since Mar 2011
7 posts
Masterxxx, ich kann allen deinen Worten nur zustimmen. Meiner Meinung nach schlaucht es deutlich mehr, wenn man so gut wie gar keine Freizeit hat, als wie wenn man einen kurzen knackigen Prüfungsabschnitt hat. Es müssten ja nicht nur die ersten drei Wochen nach Vorlesungsende sein. Meinetwegen könnten es auch die ersten 6 Wochen sein, wenn man danach die restliche Zeit frei hat. So wäre das ganze etwas entzerrt, aber trotzdem an einem Stück abgehakt.
Das Argument, dass man mehr Vorbereitungszeit hat zählt auch nur zum Teil. Ich sehe es jetzt bei der Vorbereitung... Ich habe so gut wie immer komplett bei 0 angefangen.
In anderen Studiengängen funktioniert es doch auch... zugegeben, wir haben ein durchaus anspruchsvolles Fach gewählt. Einige meiner Freunde studieren Medizin. Das ist jetzt auch nicht so anspruchslos... da muss man vielleicht nicht ganz so viel verstehen, aber die Stoffmenge ist erdrückend. Sie haben mehrere kleinere Prüfungen während des Semesters, dafür die Ferien so ziemlich frei (vom Physikum mal abgesehen). So ist man auch zum ständigen Mitlernen gezwungen.
Da habe ich es während des Semesters lieber etwas stressiger, und dafür mal Planungssicherheit und Ruhe in den Semesterferien.

Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass sich irgendetwas ändern wird. Die Meinung, dass längere Vorbereitungszeit zu besseren Noten führt ist zu verbreitet.
Ich denke aber nicht, dass jeder der mehr Zeit hat, auch diese Zeit vollständig ausnutzt.
Es wäre mal interessant zu sehen, wie denn die Durchschnittsnoten, bzw. Durchfallquoten mit der alten Regelung im Vergleich zur Jetzigen sind.
Gibt es da irgendwelche Quellen? Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich da so viel getan hat.

Noch zu Schaltungstechnik Praktikum:
Ich fand es gut so wie es war. Du brauchst hohen Druck, sonst kommen alle unvorbereitet. Bei uns musste die Hälfte in die Nachprüfung.
Im Gegenzug lernt man so viel wie in kaum einem anderen Praktikum.

Viele Grüße,
Sebastian
masterxxx
Member since Sep 2011
10 posts
@Bak91
Wie man an den aktuellen Umfrageergebnissen sieht, scheint "die Meinung, dass längere Vorbereitungszeit zu besseren Noten führt" in der Tat weit verbreitet zu sein. Ich bin erst im vierten Semester, aber vielleicht kann ja jemand anderes noch genauer aus der Dimplomzeit berichten.

Das Schaltungstechnik Praktikum sehe ich auch als sinnvoll an, und es ist wahrscheinlich wirklich etwas schwierig das vernünftig während dem Semester durchzuführen. Jedoch sollten Praktikas in der vorlesungsfreien Zeit eher die Ausnahme bleiben. Nebenbei muss ich sagen, dass 2,5 ECTS für das Schaltungstechnik Pratktikum etwas zu niedrig angesetzt sind. (2,5 ECTS entsprechen ca. 75h Arbeitsaufwand, das Praktikum vor Ort nimmt schon mehr als die Hälfte dieser Zeit in Anspruch)

Da die bisher abgegebenen 25 Stimmen nicht wirklich repräsentativ sind, frage ich mich, ob es so etwas wie einen Studentenentscheid gibt, bei dem man mehr Studenten erreichen könnte als hier. (Vergleichbar zu einem Bürgerentscheid o.ä)
Close Smaller – Larger + Reply to this post:
Verification code: VeriCode Please enter the word from the image into the text field below. (Type the letters only, lower case is okay.)
Smileys: :-) ;-) :-D :-p :blush: :cool: :rolleyes: :huh: :-/ <_< :-( :'( :#: :scared: 8-( :nuts: :-O :troll:
Special characters:
Page:  1  2  next 
Go to forum
Powered by the Unclassified NewsBoard software, 20110527-dev, © 2003-8 by Yves Goergen